Über uns

MiMi-Gewaltprävention: Sicher und gemeinsam stark.

Gewalt ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen und Kinder. Geflüchtete Frauen und Mädchen sowie Migrantinnen sind hiervon in besonderer Weise betroffen. Wir wollen, dass jede Frau und jedes Mädchen in Deutschland den gleichen Zugang zu Schutz und allen Angeboten erhält, um ihr Leben selbstbestimmt und gewaltfrei gestalten zu können. Unabhängig von sprachlichen oder kulturellen Barrieren.

Bereits in zehn Bundesländern klären unsere MiMi-Mediatorinnen ihre Landsleute in ihrer Muttersprache über Gewaltprävention in Deutschland auf. Mit Migranten, für Migranten. So machen wir Menschen gemeinsam stark.

Wer wir sind:

Das bundesweite Projekt „MiMi-Gewaltprävention für geflüchtete Frauen, Kinder und Migrantinnen“ (MiMi-Gewaltprävention) ist ein Projekt des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V. in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen (DHBW). Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration fördert das Projekt.

Quelle: Annette Widmann-Mauz/Jan Kopetzky
„Wir wollen Migrantinnen und geflüchtete Frauen mit einem breiten Angebot stärken, das genau ihre Bedürfnisse aufgreift. Unsere Erfahrungen zeigen: Mit Migranten für Migranten, das funktioniert am besten“
Annette Widmann-Mauz
Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin
und Beauftragte der Bundesregierung für
Migration, Flüchtlinge und Integration
„Als Migranten in Deutschland treten wir für Frauen- und Kinderrechte ein. Wir dulden keine Gewalt oder Missachtung, gegen niemanden.“
Ramazan Salman
Geschäftsführer
Ethno-Medizinisches Zentrum e.V.

Im Rahmen von MiMi-Gewaltprävention

  • …bilden wir gut integrierte Frauen mit Migrationshintergrund in Theorie und Praxis zu interkulturellen Mediatorinnen für Gewaltprävention aus.
  • …unterstützen wir unsere interkulturellen Mediatorinnen für Gewaltprävention bei der Organisation von Info- und Beratungsveranstaltungen in ihrem Umfeld.
  • …entwickeln wir Konzepte und Empfehlungen für Gewaltprävention im Zusammenhang mit Migration und Flucht.
  • …bieten wir Fort- und Weiterbildungen für Fachpersonal sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an.
  • …fördern wir den Aufbau lokaler Netzwerke von Fachkräften sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
  • …erstellen und verbreiten wir Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen.
  • …binden wir die Öffentlichkeit durch Tagungen, Publikationen und Pressearbeit ein.

Ob Flüchtlingsunterkunft, Sprachkurs oder Kulturzentrum: MiMi-Gewaltprävention kommt überall dort hin, wo wir gebraucht werden. Informationsveranstaltungen und Informationsmaterial (Ratgeber) können wir derzeit in Arabisch, Albanisch, Dari, Deutsch, Farsi, Paschto, Kurdisch/Kurmanci, Türkisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Russisch, Englisch und Französisch anbieten und damit die Mehrzahl der geflüchteten Frauen und Migrantinnen in Deutschland erreichen.

Das MiMi-Konzept:

MiMi ist eine soziale Integrationstechnologie, die das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. in Hannover im Jahr 2003 für den Bereich der Gesundheitsförderung entwickelt hat. Ziel ist es, die enorme kulturelle und sprachliche Kompetenz bereits gut integrierter Migrantinnen und Migranten zu nutzen, um Sprach- und Kulturbarrieren zu überbrücken.

2004 nahmen die ersten geschulten MiMi-Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren ihre Arbeit auf. Als Vorbilder informieren und motivieren sie ihre Landsleute muttersprachlich und kultursensibel zu Integration und Teilhabe. Bisher waren über 2.500 „MiMi´s“ in 71 deutschen und europäischen Standorten aktiv. Sie führten ca. 12.000 Veranstaltungen mit über 140.000 Migrantinnen und Migranten sowie Flüchtlingen durch. Damit ist MiMi das bisher größte Präventionsprogramm für Migranten in Europa. 2015 erhielt das Projekt den Europäischen Gesundheitspreis (European Health Award).

Gemeinsam mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg übertragen wir diese erfolgreiche MiMi-Integrationstechnologie nun auch auf das Handlungsfeld der Gewaltprävention.

Mehr zu MiMi-Das Gesundheitsprojekt
Mehr zum Ethno-Medizinischen Zentrum e.V.

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